"Es ist das erste Mal, daß in Deutschland die Frau als Freie und Gleiche im Parlament und zum Volke sprechen darf."

08.03.2019

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19:00

Einladung zum Vortrag Prof. Dr. Sabine Liebig: 100 Jahre Frauenwahlrecht „Es ist das erste Mal, daß in Deutschland die Frau als Freie und Gleiche im Parlament und zum Volke sprechen darf.“ Mit diesen Worten eröffnete am 19. Februar 1919 die frischgewählte Abgeordnete Marie Juchacz die erste Sitzung der Weimarer Nationalversammlung. Nur einen Monat zuvor, am 19. Januar 1919, hatten die ersten wirklich freien und demokratischen Wahlen in ganz Deutschland stattgefunden, bei denen erstmals in der Geschichte auch Frauen wählen durften. Bis es soweit war, hatten sie freilich mit viel Kreativität und Hartnäckigkeit gegen unsinnige Argumente und massive Widerstände kämpfen müssen. Am Beispiel einiger Repräsentantinnen der deutschen Frauenstimmrechtsbewegung beleuchtet der Vortrag ihre Handlungsspielräume und Leistungen: Sie umgingen das bis 1908 geltende Vereinsverbot, nutzten geschickt die Möglichkeiten, die ihnen die deutsche Presselandschaft bot, und forderten mithilfe juristischer Kniffe die politisch Verantwortlichen wieder und wieder heraus. Prof. Dr. Sabine Liebig lehrt Neue und Neueste Geschichte sowie deren Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Sie leitet das Institut für Transdisziplinäre Sozialwissenschaft. Einer ihrer Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte ist die Frauen- und Gendergeschichte.

Art/Format:
Vortrag

Veranstaltungsort:
Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte im Residenzschloss Rastatt
Herrenstraße 18
76437 Rastatt

Institution/Veranstalter:
Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte im Residenzschloss Rastatt
www.bundesarchiv.de/DE/Content/Veranstaltungen/2019-03-08_Frauenwahlrecht_rast.html

Ansprechperson: