Frauen in den Parlamenten

Mit der Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 wurde eine große Hürde genommen. Nach Einführung des Frauenwahlrechts waren im Jahr 1919 insgesamt 9,6% der Abgeordneten weiblich. Dieser Wert an weiblichen Abgeordneten wurde deutschlandweit erst ab Mitte der 1980er Jahre wieder erreicht. Rund um die Wiedervereinigung wuchs der Anteil weiblicher Abgeordneter auf durchschnittlich 20 Prozent und stieg anschließend weiter, allerdings nicht überall gleichermaßen.
Hier erhalten Sie einen Überblick über die aktuelle Anzahl an Frauen in Landes- und Kommunalparlamenten und die Entwicklung des Frauenanteils im Landtag von Baden-Württemberg.

„Frauen, werbt und wählt. Jede Stimme zählt.
Jede Stimme wiegt. Frauenwille siegt.“

Elly Heus-Knapp, November 1918

Aktuell liegt der durchschnittliche Frauenanteil in deutschen Länderparlamenten bei rund 31 Prozent, dies entspricht auch dem Anteil der Frauen im deutschen Bundestag (30,9%).


Im baden-württembergischen Landtag ist der Frauenanteil mit fast 25% im Vergleich zu den Vorjahren zwar gestiegen, doch Frauen bilden immer noch eindeutig eine Minderheit. Innerhalb der Fraktionen gibt es dabei wesentliche Unterschiede.


Auch in den Gemeinderäten und Kreistagen von Baden-Württemberg sind Frauen in der Minderheit, obwohl Frauen wichtige Perspektiven und Lebenserfahrungen in die kommunalen Gremien einbringen können.

Eine detaillierte Übersicht mit der Anzahl und dem prozentualen Anteil an Gemeinderätinnen in den einzelnen Kommunen Baden-Württembergs zum Stichtag der Kommunalwahlen 2014 finden Sie hier.